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07.10.2005

Thema: Sanmi Ittai

Allgemein ist es beim Budo-Sport eine Voraussetzung für Ippon (ein Treffer), Sanmi-Ittai (drei Komponenten) Ki (Geist), Waza (Technik) und Tai (Körper) zusammenzuwirken.

Beim Kyudo-Wettkampf gibt es zwei Modi. Meistens wird das Ergebnis nur nach Treffer gezählt, aber es gibt eine Stilwertung vor der Finale als Voraussetzung.
Beim Kyudo-Prüfung ist mindestens einen Treffer von zwei erforderlich, aber man kann doch ohne Treffer bestehen und auch mit Treffer nicht bestehen.

Ein Ziel von Kyudo ist Seisha Seichu (Richtige Schießtechnik, richtiger Treffer). Es gibt natürlich je nach Kyudo-Erfahrung unterschiedliche Stufen, nämlich Schießtechnik, Abschussqualität usw. aber man sollte jeder Pfeil versuchen, Sanmi-Ittai zu realisieren. Nach dem Motto Shin-Zen-Bi (Wahrheit-Guten-Schönheit) sollte man immer nach Shin (Wahrheit) suchen.

Wenn man nicht trifft, sollten man nachdenken, was schief gelaufen ist. Wenn man trifft, sollten man überlegen, ob es richtige Treffer war. Durch Reflektionswiederholung hilft direkt zur Weiterentwicklung. Meiner Meinung nach: Es gibt Grund, warum es nicht trifft, es gibt wunder, warum es trifft. Wenn der Trefferquote über 70% kommt, hört man oft auf, weiter darüber nachzudenken und oft bekommt man danach große Schwierigkeiten beim Schiessen. Es ist zu empfehlen, daß man jeder Pfeil als neue Herausforderung sein Best macht, und daß man versucht, bessere Inhalt als Ergebnis zu zielen.

Beim Kyudo-Übung sollte man wahrnehmen, was der Übungsleiter sagt, auch hören, ob der Schuss mit Sanmi-Ittai war. Diese Aussage vom Übungsleiter kann man selbst mit eigener Beurteilung vergleichen.